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MEINE BEWEGGRÜNDE
Es war stets mein Ziel gesunde, schöne Bulldogs mit dem rassetypischen einmaligen Wesen zu züchten. Im Laufe der Zeit musste ich aber feststellen, dass generell je länger je mehr vom Standard abgewichen wurde, was mich Ende der achtziger Jahre darin bestärkte ein Rasseporträt "English Bulldog" zu schreiben und unter anderem auch auf diese unheilvollen Extrem-Züchtungen, die nur auf die äussere Erscheinung ausgerichtet waren, hinzuweisen. Ich versuchte während
einiger Zeit mit rigoroser Selektion einen etwas leichteren und sportlicheren
Typ herauszuzüchten
und obwohl dies äusserlich gelang, war ich doch mit einigen Merkmalen wie Belastbarkeit, Atmung, natürliche Geburten etc. nicht zufrieden. Der berühmte, leider inzwischen verstorbene Kynologe, Dr. h.c. Hans Räber mit welchem ich mich in diesen Fragen oft unterhielt, erklärte mir damals, dass rein durch Selektion keine wesentlichen Verbesserungen erzielt werden können, da durch den unvermeidlichen Ahnenverlust zu viele für die Gesundheit wichtige Gene verloren sind und nur durch Auskreuzung wieder hereingebracht werden müssen. Diese Gespräche bewogen mich, die von mir schon längere Zeit gehegte Idee einer Fremdeinzüchtung in die Tat umzusetzen. Um nicht zu weit vom English Bulldog-Typ wegzugehen, entschloss ich mich die Olde English Bulldogge (OEB) näher anzuschauen und fand heraus, dass diese Rasse sich sehr gut für das geplante Projekt eignen würde, da diese durch gut durchdachte Kreuzungen von English Bulldogs mit Rassen, die nachweislich einen sehr hohen Anteil an altem Bulldogblut aufwiesen, herausgezüchtet wurde. Die in Amerika und mittlerweile auch in europäischen Ländern bekannte Leavitt-Linie der OEBs ist seit 1971 reingezüchtet.
Nach reiflicher Überlegung aller Aspekte entschloss ich mich im Jahre 2000 die Bewilligung von der Schweiz. Kynologischen Gesellschaft SKG über den Schweiz. Club für English Bulldogs zur Einkreuzung von OEBs einzuholen mit der Absicht, die Kreuzungstiere zu einem späteren Zeitpunkt wiederum mit reinen English Bulldogs zu paaren um so die gewünschten Verbesserungen zu erzielen. Diese Bewilligung wurde erteilt und mit vollem Elan ging ich ans Werk. Auf Grund persönlicher Besuche bei amerikanischen Züchtern und Ausstellungen kaufte ich zwei OEB-Rüden und zwei –Hündinnen und am 8. Juli 2001 kam der erste Kreuzungswurf (OEB Birchwood’s Spike x EB Pickwick Lady Pinkarella) zur Welt, der bereits vielversprechend war.
Später stellte sich heraus, dass England als Standardland des English Bulldog, die Rückzüchtungen nicht erlaubte. Die inzwischen geborenen Old Type Pickwick Bulldogs – wie ich die Kreuzungshunde damals bezeichnete - überzeugten die verantwortlichen Personen der SKG aber vor allem die neuen Besitzer voll und ganz. Aus diesem Grunde erteilte die SKG im September 2004 die Bewilligung zur Schaffung einer neuen Bulldog-Rasse unter dem Namen CONTINENTAL BULLDOG
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