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MEINE ERFAHRUNGEN Meine Feststellung ist, dass die Geburten nun praktisch immer normal ablaufen. In der Vorphase sind die Hündinnen meist ruhig, die Austreibungen dauern weniger lang und sind für mit viel weniger Anstrengung verbunden. Für mich ist das Erstaunlichste, wie belastbar die Welpen schon während der Geburt sind. Auch wenn ich bei Einigen mit Ziehen oder Drehen während der Austreibungsphase helfen muss, sind sie meist quitschfidel und atmen sofort. Die Welpen wiegen bei der Geburt zwischen 300 - 480 gr. Sie sind länglicher als EB-Welpen und die Körperchen weniger gedrungen. Die Köpfchen sind ebenfalls etwas länger und weniger kugelig-rund. Die Schnauzenpartie ist schmaler und wesentlich länger. Es verblüfft mich immer wieder einmal, wie sich die Neugeborenen sofort an den Zitzen festsaugen und sich auch festhalten. Bei grossen Würfen können die Welpen auch an den unteren Zitzen saugen. Sie müssen nicht los lassen weil sie zuwenig Luft bekommen. Mit-Ursache für diese auffallende Vitalität ist sicher auch die Einkreuzung von total fremdem Blut, d.h. der sogenannte Heterosisfaktor. Im Alter von 1 Woche wehren sie sich lauthals und erkämpfen sich die besten Zitzen. Sie können spielend übereinander krabbeln und sich auch wieder umdrehen, falls einer in Rückenlage gerät. Die Welpen machen mit 2 Wochen richtige Gehversuche, versuchen ihre Körperchen auf die wackeligen Beinchen zu stemmen und sich fortzubewegen. Jene die längere Ruten haben benützen diese zur Balance.
Mit 3 Wochen können sie richtig in der Wurfkiste herumspazieren und krabbeln für ihre "Geschäftchen" bereits über den Rand. Sie können auch aus Plastikwannen steigen. Mit 4 Wochen stehen sie am Teller und lappen die ersten Mahlzeiten. Sie verschlucken sich selten.
Mit 5 Wochen folgen sie uns schwanzwedelnd im Rudel, sie kommen dahergerannt wenn wir sie rufen
und sind schon recht selbstständig auch wenn Mama nicht mehr immer dabei ist.
Herr Dr. Räber schreibt: Erste Eindrücke:
Alle Hunde waren äusserst freundlich und umgänglich, liessen sich ohne weiteres berühren, ich sah weder einen ängstlichen noch einen aggressiven Hund und Rempeleien unter den Rüden gab es nicht. Das Zuchtziel „sozial verträglicher Hund" ist beim Continental Bulldog ohne Zweifel erreicht. Es war ein heisser Sommertag. Um 15.00h zeigte das Thermometer im Freien 29,5 Grad Celsius, in der Halle war es sicher noch um 2 bis 3 Grad wärmer; dennoch sah ich, bis auf drei Ausnahmen, keinen Hund, der unter Atemnot litt. Im Gegenteil, sie liefen problemlos, ohne zu keuchen, munter ihre Runden im Richterring. Die drei Ausnahmen waren Hunde von ausgesprochenem English Bulldog-Typ, die denn auch, wenn ich mich nicht irre, vom Richter als atypisch, nicht dem Standard entsprechend, ohne Bewertung aus dem Ring entlassen wurden. Das Ziel, Hunde ohne gravierende Atemprobleme zu züchten, ist beim Continental Bulldog weitgehend erreicht worden. Aufgefallen ist mir zudem, wie flüssig die Hunde im Trab liefen. Mit wenigen Ausnahmen zeigten sie einen guten Schub der Hinterhand, geräuschvolles Schlurfen, ein Merkmal der English Bulldogs, gab es nicht. Auch in dieser Beziehung wurde viel im Hinblick „gesunder, bewegungsfreudiger Hund" erreicht. Dass bei einer sich im Aufbau befindliche Rasse noch kein einheitliches Rassebild vorhanden sein kann, ist verständlich. Von Rassen, deren Entstehung genau dokumentiert ist (Eurasier, Kromfohrländer, Saarloos und Slowakischer Wolfhund, Kanaan Dog u.a.m.) wissen wir, dass es rund zehn Generationen strengster Zuchtauslese bedarf, bis ein einheitlicher Phänotyp vorhanden ist. Dabei war es beim Eurasier relativ leicht, aus Chow Chow und Wolfspitz, oder bei den Wolfshunden aus Wolf und Dt. Schäferhund, einen einheitlichen Typ zu erzüchten; beim Kromfohrländer ist er heute noch nicht vorhanden. Hier geht man den Weg des geringsten Widerstandes und anerkennt verschiedene Varietäten. Das Problem beim Continental Bulldog kann mit den Problemen des Kanaan Dogs verglichen werden. Auch da mussten die ersten Züchter, die Dres. Menzel, aus verschiedenen Hunden zumeist unbekannter Abstammung diejenigen aussuchen, die ihren Vorstellungen über die neue Rasse am besten entsprachen. So ist es kaum verwunderlich und auch nicht anders zu
erwarten, dass recht verschiedene Typen zur Klubschau erschienen. Die Hunde, die
dem Standard in hohem Masse entsprachen, waren vorläufig noch in der Minderheit.
Doch dies wird sich von Generation zu Generation ändern und war übrigens bereits
festzustellen. Die Hunde in den Junghundeklassen waren einheitlicher als die
Hunde in den offenen Klassen.
Die nun folgenden Bemerkungen sollen keineswegs dem Bericht des Richters vorgreifen, ganz abgesehen davon, dass ausserhalb des Richterrings vieles nicht beachtet werden kann, was das Richterurteil massgeblich beeinflusst. Beim Grossteil der vorgeführten Hunde vermisste ich noch die angestrebten Körperproportionen (Widerrist: Körperlänge = 1:1,2). Die Hunde sind noch etwas zu lang und haben deshalb z.T. einen mehr oder weniger ausgeprägten Senkrücken. Nicht durchwegs erreicht ist ebenfalls das Verhältnis Widerrist: Brusttiefe = 2:1, d.h. bei vielen ist der Bodenabstand noch zu gering. Diese Proportionen prägen wesentlich das Erscheinungsbild des Hundes und müssen weiterhin angestrebt werden. Viele Hunde, und darunter befinden sich gerade die besten, sind an der obersten Grössengrenze. Wir wollen keinen „Kleinboxer" sondern einen höchstens mittelgrossen Bulldog; die ideale Grösse liegt bei 42 bis 44 cm. Die meisten Hunde hatten eine gerade Rute, Knickruten oder gar Korkenzieherruten waren selten. Wer meint, die Rutenform sei ein nebensächliches Detail vergisst, dass die Rute Teil der Wirbelsäule ist. Eine Krüppelrute steht in der Regel nicht für sich allein da, sondern korreliert mit mehr oder weniger gravierenden Deformationen der Wirbel im Bereich der Lendenwirbelsäule. Die deformierten Ruten müssen deshalb endgültig verschwinden. Etliche Hunde zeigten eine steile Hinterhand, bei ihnen liegt die Kruppe höher als der Widerrist, und das stört das Gesamtbild des Hundes empfindlich. Der „birnenförmige Rumpf" d.h. die schmale Beckenpartie – übrigens eine Mitursache der Geburtsschwierigkeiten – ist beim Continental Bulldog glücklicherweise praktisch verschwunden, hingegen fehlt bei einigen noch der feste Schulterschluss und die gut am Brustkorb anliegenden Ellbogen; dagegen waren fesselweiche Vorderläufe und ausgedrehte Pfoten nur bei wenigen Hunden zu bemängeln. Erfreulich viele Hunde zeigten einen genügend langen, kräftigen Hals und eine gut gewölbte Nackenlinie und wenig Wamme; auch in dieser Hinsicht ist ein Fortschritt zu verzeichnen. Was die Köpfe betrifft, kann ich mir kein Urteil erlauben, denn Kopfumfang, Gebiss, Hautfalten und Augen lassen sich ausserhalb des Richterrings kaum beurteilen. Hier muss ich das Urteil dem Richter überlassen. Ich kann höchstens sagen, dass für meinen Geschmack noch zu viele Hunde einen zu krassen Stop haben, was mit eine Ursache für Atemprobleme sein kann und zudem einen zu starken Vorbiss zur Folge hat. Hier stellt sich den Züchtern noch ein nicht leicht zu lösendes Problem. Wir möchten Hunde mit einem knappen Vorbiss unter Beibehaltung der typischen breiten Schnauzenpartie. Nun ist es leider so, dass die Länge des Oberkiefers und die Länge des Unterkiefers von verschiedenen, von einander unabhängigen genetischen Faktoren gesteuert werden, d.h., ein verkürzter Oberkiefer bedingt nicht einen entsprechend verkürzten Unterkiefer. Der Begriff Vorbiss sagt deutlich, dass der Hund mit den Schneidezähnen noch beissen kann, aber bei einem Abstand von mehr als 2 mm zwischen der oberen und der unteren Schneidezahnreihe ist dies nicht mehr möglich. Ein „Vorbiss" von 30 mm ist kein Vorbiss mehr, sondern eine Deformation des Schädelskelets. Das Ziel ist: ein gut markierter Stop aber ohne zu tiefe Einbuchtungen und ein gerades Nasenbein, das keineswegs zu kurz sein darf. Zum Schluss:
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